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	<title>Toisin Sanoen - BLOG &#187; Deutsch &#8211; German</title>
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	<description>Ihmisiä, ilmiöitä ja mielipiteitä.</description>
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		<title>Durst und Hitze: Ramadan in Kairo 2010</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2010/08/29/durst-und-hitze-ramadan-in-kairo-2010/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 19:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>
		<category><![CDATA[ramadan]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/08/29/durst-und-hitze-ramadan-in-kairo-2010/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/08/Ramadan-2010-1-540x304.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Ramadan 2010 1" /></a>Niemand kann sich vorstellen, was es bedeutet, bei 40 Grad zu fasten, permanent, einen Monat lang. Denn Fasten heißt: auch nichts zu trinken, von halb vier Uhr morgens, bis halb sieben Uhr Abends. Interessant, dass sich trotzdem die Menschen in Ägypten auf den Fastenmonat Ramadan freuen. Warum eigentlich ?  Wieso kann man sich aufs Fasten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand kann sich vorstellen, was es bedeutet, bei 40 Grad zu fasten, permanent, einen Monat lang. Denn Fasten heißt: auch nichts zu trinken, von halb vier Uhr morgens, bis halb sieben Uhr Abends. Interessant, dass sich trotzdem die Menschen in Ägypten auf den Fastenmonat Ramadan freuen. Warum eigentlich ?</p>
<p style="text-align: left;"> <a rel="attachment wp-att-291" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/08/29/durst-und-hitze-ramadan-in-kairo-2010/ramadan-2010-1/"><img class="aligncenter size-large wp-image-291" title="Ramadan 2010 1" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/08/Ramadan-2010-1-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a><span id="more-290"></span>Wieso kann man sich aufs Fasten freuen ? Für Europäer total unverständlich. Fasten mitten im Sommer ? In der heißesten Zeit des Jahres ! Und das nicht irgendwo, sondern in Nord-Afrika ! Ein Freund namens Hussein – er brach extra wegen des Ramadans seinen jährlichen Urlaub am Mittelmeer ab, um ins brodelnde Kairo zurückzukehren &#8211; erklärt das Unverständliche:</p>
<p>Schau, sagt er, Ramadan, das ist für viele von  uns die beste Party- Zeit  des Jahres ! Ich sehe da meine ganze Familie und alle meine Freunde ! Ohne Ausnahme. Jeden Abend gibt’s eine Einladung, manchmal zwei oder mehr. In der Regel gibt’s für Hussein und Co. drei unterschiedliche Blöcke an den langen Ramadan-Abenden: Zuerst kommt das <em>iftar </em>, dh. das Essen nach Sonnenuntergang, mit dem man das Fasten bricht. Da hat die Familie Priorität und er hat, wie viele Ägypter,  eine große Familie. Eine Gross-Familie eben. Jeder davon kämpft um die Ehre, das <em>iftar </em>bei sich abhalten zu können. Da biegen sich zwar die Tische, aber es bleibt soviel übrig, dass auch für viele Arme und Ärmere was zum Essen abfällt. Hussein meint, man ist relativ schnell voll, denn nach einem langen Fasten-Tag ist der Magen nicht richtig. Obwohl es ein schönes Gefühl sei, den Hunger zu spüren… Da weiss man dann, wie es sich anfühlen muss, arm zu sein. </p>
<p>Dann kommt die Kultur zum Zug. Der Ramadan ist zugleich ein Kunst- und Kultur-Festival. Ab 9 Uhr geht’s los, wenn die Leute ihre Tees, Süssigkeiten und sonstigen Nachspeisen hinter sich haben. Es gibt in Kairo unzählige Plätze, Lokale, Kulturzentren, Galerien, Konzertsäle etc. die um den Ramadan-Kunden wetteifern. Alles ist hell beleuchtet und überall kann man auch shoppen. Kunst, Ramsch und Handarbeit. Ein Beispiel bzw. ein Tip: im ehemaligen Töpfer-Viertel in Alt-Kairo findet allabendlich ein Strassen-Festival statt. Früher eine slum-ähnliche Gegend, heute ein Ort der Künstler, der Töpfer und der Tänzer.</p>
<p style="text-align: left;">Tatsächlich treten unter anderem auch Derwisch-Tänzer auf und überall sind die Künstler-Werkstätten, Galerien und Töpfereien offen bis in die frühen Morgenstunden. Vielfach kann man zuschauen, wie manch grosses oder kleines Hand- oder Kunstwerk entsteht. Oder sogar mit Hand anlegen.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-292" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/08/29/durst-und-hitze-ramadan-in-kairo-2010/ramadan-2010-2/"><img class="aligncenter size-large wp-image-292" title="Ramadan 2010 2" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/08/Ramadan-2010-2-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p>Und für Hussein gibt’s,  wie für viele andere Kairiner,  dann noch einen dritten Programmpunkt: Das <em>suhur </em>, das Essen am Ende der Nacht bzw. am frühen Morgen vor Sonnenaufgang, das einem das Fasten am folgenden Tag erleichtert. Hier spielt der Freunde-Faktor eine grosse Rolle: viele Alte und Junge treffen sich mit ihren Freunden in einem der unzähligen Kaffee-Häuser oder Restaurants, die um zwei bis vier Uhr morgens nochmals eine Stoss-Zeit erleben.</p>
<p>Besonders happy über diese Abende und Nächte sind auch die Liebes-Paare und solche, die es noch werden wollen. Tatsächlich sind erstaunlich viele Frauen und Mädchen in diesen Nächsten unterwegs, die sogar das Strassenbild prägen. Je näher es übrigens dem Ende des Ramadan zugeht, desto mehr spielt das Einkaufen (für das <em>Eid al-Fitr</em>, das Fest des Fastenbrechens) eine Rolle. Auch deshalb das zunehmende Verkehrs-Chaos zu später Stunde. </p>
<p>Natürlich geben die Leute zu, dass die Arbeitsmoral unter den nächtlichen Aktivitäten leidet, das bemängeln vor allem die Arbeitgeber. Aber für Hussein gibt es da eine einfache Formel: die Zeit die er sich sonst für Frühstück oder Mittagessen erspart, die gibt ihm sein Büro-Leiter frei und die nutzt er zu einem Nachmittagsschläfchen.</p>
<p>Die <em>Siesta </em>ist somit mitverantwortlich für die gute Laune der Ägypter im Fastenmonat. Und noch ein abschließendes Argument steht im Mittelpunkt des islamischen Volksglaubens: Laut eines Ausspruchs des Propheten Muhammad gibt keinen Zweifel daran, dass während des Ramadans „die Pforten des Paradieses geöffnet und die Pforten der Hölle geschlossen“ sind.</p>
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		<title>Saudiarabien Ein Besuch bei der Großmutter</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2010/05/26/saudiarabien-ein-besuch-bei-der-grosmutter/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 15:29:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>
		<category><![CDATA[jeddah]]></category>
		<category><![CDATA[saudiarabien]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/05/26/saudiarabien-ein-besuch-bei-der-grosmutter/"><img align="left" hspace="5" width="150" height="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/05/P1050794-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="P1050794" title="P1050794" /></a>Wer weiss eigentlich, was Jeddah bedeutet ? Ja, Jeddah, die grosse Hafenstadt in Saudiarabien. Kaum jemand. Die Bedeutung ist mir auch erst bewusst geworden, als ich vor kurzem durch die Stadt fuhr, an endlosen Baustellen und ebenso trostlosen wie faden, riesigen Büroblocks vorbei. Und dann irgendwann zu einer grossen Mauer kam.         Auf meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer weiss eigentlich, was <em>Jeddah</em> bedeutet ? Ja, Jeddah, die grosse Hafenstadt in Saudiarabien. Kaum jemand. Die Bedeutung ist mir auch erst bewusst geworden, als ich vor kurzem durch die Stadt fuhr, an endlosen Baustellen und ebenso trostlosen wie faden, riesigen Büroblocks vorbei. Und dann irgendwann zu einer grossen Mauer kam.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-218" title="P1050794" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/05/P1050794-540x304.jpg" alt="P1050794" width="540" height="304" />      <span id="more-217"></span></p>
<p> </p>
<p>Auf meine Frage an Essam, meinen Begleiter, was denn dahinter sei, antwortete er irritiert: „Nur ein Friedhof. Aber nicht zu besuchen!“ Kategorisch. Wieso denn nicht ?</p>
<p>Nun, Friedhöfe besuchen wir hier nicht gern, meinte Essam. Damit hätten die Saudi`s generell   Probleme, vor allem  seit den Tagen des puritanischen Reform-Scheichs Abdel Wahhab. Für die Wahhabiten ist es nämlich ein Sakrileg, Tote über Gebühr zu verehren. Dabei beruft man sich auf angebliche Aussagen des Propheten Muhammad, dass der Besuch von Friedhöfen und das dortige Beten an Gräbern „haram“, also verboten, sei.</p>
<p>Das gelte für alle Saudi`s , arm und reich. „Sogar die Gräber der Königsfamilie und der Könige selbst sind praktisch unbekannt, niemand weiss, wo genau sie liegen, unter welchem Sandhügel. Es gibt keine Namenstafeln, nichts, nur ein unbenannter Stein- oder Felsbrocken liegt an der Stelle, wo einmal der Kopf war.“</p>
<p>„Und niemand besucht die Gräber ?“ Nein, niemand,  wozu denn auch ? Wir sind doch nicht wie die Ägypter, oder gar die Christen, die ihre Toten geradezu verehren und anbeten und ihnen riesige Grabtempel bauen!“</p>
<p>Tatsächlich, so mein Einwand, handelt es sich dabei wohl um die uralte Angst der Beduinen  und der Nomaden vor dem Tod. Sie buddeln ihre Toten ein und ziehen dann weiter.</p>
<p>Doch zurück zum Friedhof von Jeddah: dort liegen nicht nur die Vertreter der Bani Saoud, der Herrscherfamilie, sondern, dort soll,  der Legende nach,  auch Eva begraben sein, die Urmutter der Menschheit. Und nach ihr ist der Ort benannt: „Jeddah“, das heißt: die „Ahnherrin“, im heutigen Sprachgebrauch auch: die „Großmutter“.</p>
<p style="text-align: center;"> <img class="aligncenter size-large wp-image-219" title="131" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/05/131-540x304.jpg" alt="131" width="540" height="304" /></p>
<p>Klar, dass die Stadtverwaltung niemand in diesen Friedhof lässt: im Nu wären hier alle Völkerschaften versammelt, um der Urmutter ihre Aufwartung zu machen.</p>
<p>Nach Meinung der Saudi`s  habe man eh schon genug Ärger mit der Moschee von Medina, wo sich das Grab des Propheten Mohammed befindet und wohin die Pilger aus aller Welt mit ebenso großer Begeisterung ziehen wie nach Mekka. Dabei besteht die muslimische Pflicht zur Haddsch-Pilgerfahrt nur in der Reise nach Mekka.</p>
<p>Warum ? In Mekka hätten sich Adam und Eva nach dem Sündenfall und der nachfolgenden Ausweisung aus dem Paradies wiedergetroffen und sich an Ort und Stelle versöhnt.Und als Dank dafür das „Haus Gottes“, die Kaaba von Mekka errichtet. Sagt Essam.Und wir fahren weiter an der Mauer des Friedhofs von Jeddah entlang, bis vor uns das Rote Meer blau aufleuchtet.</p>
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		<title>Jemen – (k)eine  neue Krise</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2010/01/17/jemen-%e2%80%93-keine-neue-krise/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 08:57:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>
		<category><![CDATA[jemen]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/01/17/jemen-%e2%80%93-keine-neue-krise/"><img align="left" hspace="5" width="150" height="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/01/y1-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="y1" title="" /></a>Niemand weiß es genau. Ich natürlich auch nicht. Viele glauben es aber zu wissen und sie sagen: Der Jemen ist die neue „Hochburg“ von Al-Kaida. Ja, tatsächlich. Davon sind beispielsweise all die Zehentschaften von Journalisten überzeugt, die aus aller Herren Länder, besser gesagt aus den „Herren-Ländern“ in das wilde Bergland am Tor der Tränen eingefallen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand weiß es genau. Ich natürlich auch nicht. Viele glauben es aber zu wissen und sie sagen: Der Jemen ist die neue „Hochburg“ von <em>Al-Kaida</em>. Ja, tatsächlich.</p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-medium wp-image-187" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/01/y1-250x186.jpg" alt="y1" width="250" height="186" /></p>
<p><span id="more-186"></span></p>
<p>Davon sind beispielsweise all die Zehentschaften von Journalisten überzeugt, die aus aller Herren Länder, besser gesagt aus den „Herren-Ländern“ in das wilde Bergland am Tor der Tränen eingefallen sind. Um dort dem Terror ins Auge zu blicken. Das heißt: in die Augen der bösen Terroristen.</p>
<p>Die bekam man natürlich nicht zu Gesicht, dafür präsentierte das Innenministerium in <em>Sanaa</em> eine schnuckelige Anti-Terror-Übung im <em>Wadi</em> <em>Naama</em>. Nach allerhand Knall-und Ballereien wurde auch die Entführung und anschließende Befreiung von weiblichen Geiseln  durchgespielt.</p>
<p>Die Bilder dieses Manövers gingen um die Welt und sorgten dafür, dass das Thema Terror-Bekämpfung die gebührende Aufmerksamkeit erhielt. Es war schon Klasse, wie sich beispielsweise Korrespondenten aus den USA in Szene setzten und vor dieser vermeintlich martialischen Kulisse davon sprachen, wie „well embedded“  die Terroristen in der jemenitische Bevölkerung seien. Ergo: das ganze Land ist quasi dem Terrorismus verfallen.</p>
<p>Und deshalb müsste man es &#8211; eigentlich -  retten. Besser gesagt: man müsste das Land angesichts der latenten Probleme unterstützen. Ein paar Spezialeinheiten, hier und dort. Das würde schon reichen.</p>
<p>Das sagt sogar die eigene Regierung. Und vor allem der grimmige Präsident. Um dann gleichzeitig zu betonen, dass man hauptsächlich Waffen und – na ja – moderne Logistik für den Terrorkampf braucht. Tja, damit könnte man vielleicht gleich in einem Aufwaschen auch mit der starken Opposition aufräumen und mit all den unbeugsamen Bergstämmen, die einfach nicht auf die Zentralregierung hören wollen.</p>
<p>Irgendwie finstere Aussichten. Bei all den schwelenden Konflikten in diesem wunderbar traditionellen Staat.  Der vor genau 20 Jahren aus dem Nordjemen und Südjemen zusammengeschweißt wurde. Und jetzt bröckelt dieses fragile gebirgige Gebilde.</p>
<p>Manche kritische Geister glauben, es könnte nun ein ähnliches Szenario drohen wie in Afghanistan oder im Irak, wo ebenfalls der Kampf gegen den Terror zum Eingreifen internationaler Kräfte und Mächte geführt hatte.</p>
<p>Im Gegensatz zur Regierung hält jedenfalls die Bevölkerung im Jemen – das ergaben eigene Gespräche und Recherchen &#8211; eine  echte Bedrohung durch allfällige Terroristen von <em>Al-Kaida</em> für Humbug. Und für  Propaganda des Staatsapparats. Die Problemebereiche im Jemen bleiben somit weiterhin mangelnde Bildung, geringe Frauenrechte, sowie Defizite im Wirtschafts- und Sozialbereich.  </p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-large wp-image-188" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/01/y2-540x304.jpg" alt="y2" width="540" height="304" /></p>
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		<title>PEZ – das Zauber-Zuckerl aus Linz</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2009/12/15/pez-%e2%80%93-das-zauber-zuckerl-aus-linz/</link>
		<comments>http://blog.toisinsanoen.fi/2009/12/15/pez-%e2%80%93-das-zauber-zuckerl-aus-linz/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 21:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2009/12/15/pez-%e2%80%93-das-zauber-zuckerl-aus-linz/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/12/P1040885-2-250x141.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="P1040885 2" title="" /></a>Haben Sie schon einmal „ge-pez-t“ ? Wahrscheinlich nicht. Das Ding kennt nämlich  heute fast niemand mehr. Ein winziges Zuckerl. Hat aber – da werden Kindheitserinnerungen wach – eine grosse Wirkung. Auch für die Seele. Das Pez-Zuckerl war so was wie eine Währung in Kindertagen. Andere Bonbons gab es kaum. Neben „Stollwerck“ vielleicht.                                                            Das Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie schon einmal „ge-<em>pez</em>-t“ ?</p>
<p>Wahrscheinlich nicht. Das Ding kennt nämlich  heute fast niemand mehr. Ein winziges Zuckerl. Hat aber – da werden Kindheitserinnerungen wach – eine grosse Wirkung. Auch für die Seele.</p>
<p>Das <em>Pez-</em>Zuckerl war so was wie eine Währung in Kindertagen. Andere Bonbons gab es kaum. Neben „Stollwerck“ vielleicht.</p>
<p style="text-align: center">                                                 <img class="alignnone size-medium wp-image-164" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/12/P1040885-2-250x141.jpg" alt="P1040885 2" width="250" height="141" />          <span id="more-163"></span>Das Jahr 1927 war die Geburtsstunde von <em>Pez</em>, erfunden von Eduard Haas aus dem Mühlviertel in Oberösterreich. Der Name leitet sich übrigens von „<strong>P</strong>feff<strong>e</strong>rmin<strong>z“</strong> ab, ist eine Verkürzung dieses Worts.</p>
<p>Tatsächlich wurde das Zuckerl mit „wertvollem Pfefferminz-Aroma“  versehen und avancierte alsbald zum „Mint der vornehmen Welt“ wie es in der Website der Firma <em>Haas</em> heißt.</p>
<p>Vornehm war das Bonbonchen dann in der Nachkriegszeit, eine Kindheit in Österreich in den 50 –er und 60-er Jahren ohne <em>Pez</em> war undenkbar.</p>
<p>Überall gab es die <em>Pez</em>-Automaten und um 50 Groschen, später um einen Schilling,  war man dabei und hielt das wertvolle Ding in den Händen.</p>
<p>Dann kamen die Figuren dazu, und bald wurde die Pez-Box zum  beliebten Spielzeug.</p>
<p>Die Kunststoff-Figuren gibt es seit 1950, als man den „Dispenser“ erfand, einen Knips-Verteiler-Mechanismus  in der Größe eines Feuerzeugs. Damit wurde der <em>Pez</em>-Konsument bei den Jugendlichen quasi zum Gegenspieler  des Zigarettenrauchers.</p>
<p>Eigentlich genial&#8230;</p>
<p>Im Laufe der Zeit bekamen diese <em>Dispenser</em> – ein komisches Wort -  viele unterschiedliche Köpfe mit allen wichtigen Komik-Figuren. 1965  konnte die Firma sogar die Lizenzen von <em>Walt Disney`s</em>  <em>Mickey Mouse</em> und <em>Donald Duck</em> erwerben.</p>
<p>Seit 1999 gibt’s die <em>Pez- interactive Candies, </em>wobei der grösste Markt auch hier in Amerika ist.</p>
<p>Und offensichtlich auch noch in anderen Weltgegenden, zum Beispiel in Japan, beliebt, vornehmlich natürlich bei Kindern, obwohl ursprünglich als Bonbon und wichtige Zuckerzufuhr für Erwachsene gedacht.</p>
<p>Tatsächlich soll das Zuckerl ziemlich gesund sein: Glutenfrei, keine tierischen Bestandteile enthaltend und auch sonst keine Rohstoffe tierischen Ursprungs&#8230;</p>
<p>Also auch für Vegetarier voll genießbar, keine versteckten tierischen Fette,  0,0 % Alkohol, ist extra ausgezeichnet, damit nur ja niemand auf dumme Gedanken kommt.</p>
<p>Bis heute führe ich eine Box  im Köfferchen und ein kleines <em>Pez</em>-Zuckerl ist immer noch ein Hochgenuss. Und nicht unwichtig als Stress-Abbau für zwischendurch. Nur leider: in Afrika kaum erhältlich.</p>
<p>Deshalb eine Bitte an alle Freunde: Bitte bringt`s mir so viele <em>Pez-</em>erl, wie ihr auftreiben könnt ! Hab nämlich fast nix mehr.</p>
<p>Info:  www.pez.at</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fussballkrieg in Arabien</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2009/11/28/fussballkrieg-in-arabien/</link>
		<comments>http://blog.toisinsanoen.fi/2009/11/28/fussballkrieg-in-arabien/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 17:45:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2009/11/28/fussballkrieg-in-arabien/"><img align="left" hspace="5" width="150" height="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/11/P1040736-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="P1040736" title="P1040736" /></a>Angeblich die zweitschönste Sache der Welt. So wird Fussball gerne beschrieben. Von den eigenen Anhängern. Oder die zweitwichtigste. Nach der Politik. Oder nicht ? Wie dem auch sei. Diesen Eindruck kann man jedenfalls gewinnen, wenn man sich die jüngsten Ereignisse um die (Weltmeisterschafts-Qualifikations-) Spiele zwischen Ägypten und Algerien Revue passieren lässt. Dass Fussball eine Religion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angeblich die zweitschönste Sache der Welt. So wird Fussball gerne beschrieben. Von den eigenen Anhängern. Oder die zweitwichtigste. Nach der Politik. Oder nicht ? Wie dem auch sei. Diesen Eindruck kann man jedenfalls gewinnen, wenn man sich die jüngsten Ereignisse um die (Weltmeisterschafts-Qualifikations-) Spiele zwischen <em>Ägypten</em> und <em>Algerien</em> Revue passieren lässt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-153" title="P1040736" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/11/P1040736-250x140.jpg" alt="P1040736" width="250" height="140" /></p>
<p><span id="more-152"></span></p>
<p>Dass Fussball eine Religion ist, weiß man schon lange. Die Ereignisse vom 14. und 18. November und danach sind ein neuer Beweis dafür. Und ein neuer Beweis für Massenwahn. Das heißt für kollektiven Wahnsinn.</p>
<p>Ich kann nun endlich etwas befreiter darüber schreiben, weil die ärgste Kriegsgefahr gebannt scheint. Jawohl: ein Glück, dass die beiden Länder, um die es  hier geht,  über keine gemeinsamen Grenzen verfügen. Auch die algerische Botschaft auf der Kairiner Nilinsel <em>Zamalek</em> steht noch, wenn auch etwas ramponiert. Und Todesopfer unter den Protestierern sind nicht bekannt. Obwohl noch immer Polizisten die Zufahrt nach <em>Zamalek </em>kontrollieren. Man kann  ja nie wissen, wann der Volkszorn der bitteren Realität weicht: dass man wieder nicht bei einer Fussball-Weltmeisterschaft dabei ist.</p>
<p>Ja, dieser Frust muss ungeheuer sein.  Wenn man sich den eruptiv freiwerdenden Hass vergegenwärtigt, der nach dem zweiten Spiel, das ja mit einer knappen Niederlage für die Ägypter endete, ins Freie drängte. Jawohl: so einen gewaltigen Nationalhass hab ich noch nie erlebt, seit ich denken kann.</p>
<p>Und alle spielten mit: die Regierung, die sonst so allmächtige Staatssicherheit und die Medien. Tja die Medien. Ein trauriges Kapitel. In unglaublicher Weise wurde ab 19. November ein Hass geschürt, der in der Folge kaum mehr einzudämmen war. Auch die Oppositionsblätter sahen eine Chance, sich plötzlich Anerkennung und Aufmerksamkeit zu sichern, indem sie ihren wie auch immer gearteten Nationalstolz aggressiv in Stellung brachten.</p>
<p>Beispiele ? Eins von ganz vielen: das Nachrichtenblatt „<em>Rose El Youssef</em>“, so etwas wie der „<em>Spiegel</em>“  Ägyptens. Die Ausgabe vom 21. November ist fast zur Gänze dem <em>Feindbild Algerien</em> gewidmet und alle Artikel triefen nur so von Hass und Verachtung. Ein paar Überschriften und Titel gefällig: „Algerien – das Land das von keinem Präsidenten regiert werden kann.“ „Alle Algerier &#8211; Raus aus Ägypten!“ „Die Barbaren &#8211; Sie danken Gott dafür, dass die Pharaonen erniedrigt wurden.“ „Algerien ist eines der korruptesten Länder der Welt.“ „As-Safala – Diejenigen, die man verachten muss.“ Und so weiter.</p>
<p>Dass die Ägypter beim ersten Spiel in Kairo den algerischen Spieler-Bus mit Steinen und Ziegeln bewarfen (und dabei auch drei Spieler verletzten), wiegt lange nicht so schwer, wie die offensichtlichen Ausschreitungen der Sieger nach dem Entscheidungsspiel in <em>Khartoum</em>.</p>
<p>Schon seit Jahrzehnten ist Algerien ein Feindbild.  Bereits in den Siebziger-Jahren hatten die Algerier die Ägypter aus dem Rennen um die Weltmeisterschaft geworfen ! Und jetzt schon wieder ! Unvorstellbar. Und das mit faulen Mitteln, mit Foul-Spiel eben. Und mit Einschüchterung. Interessant, dass dabei niemand zwischen  sportlicher Rivalität und zwischen rassistischer Verhetzung differenzieren kann.</p>
<p>Ich fragte also ägyptische Freunde und Kollegen: Warum akzeptiert ihr einfach nicht die Tatsache, dass Ägypten in der sportlichen Disziplin Fußball den Kürzeren gezogen hat ? Die erste Antwort, von <em>Zein</em>, unserem <em>Office Boy</em> war geradezu symptomatisch: „Die Algerier, ich hasse sie so, dass – verglichen mit ihnen &#8211; die Israelis meine Freunde sind.“ Und ein anderer (Gottseidank kein Freund) sagte gar: „Ihna al-asl wa-humma wa-la haaga !“ –„Wir sind die eigentlichen Original-Araber und sie sind überhaupt ein Nichts !“</p>
<p>Hoffentlich kommt irgendwann wieder einmal der Sport zu Wort. Momentan habe ich jedenfalls die Schnauze voll vom Fußball (in Ägypten und Algerien).</p>
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		<title>Istanbul :   Stopover  &#8211; Ja oder Nein ?</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2009/11/13/istanbul-stopover-ja-oder-nein/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 07:57:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2009/11/13/istanbul-stopover-ja-oder-nein/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/11/istanbul-11-250x140.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="istanbul 1" title="istanbul 1" /></a>Vielfach fliegt nicht nur die Zeit vorbei. Auch Orte tun das. Wir fliegen von einer Welt in die andere. Also, sagen wir: von Helsinki nach Kairo. Das geht viel zu schnell, meine ich. Nicht nur klimatisch macht das Probleme. Sondern auch kulturell. Das heißt: psychisch.  Deshalb: ein Stopover muß her. Und zwar dort, wo Europa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielfach fliegt nicht nur die Zeit vorbei. Auch Orte tun das. Wir fliegen von einer Welt in die andere. Also, sagen wir: von Helsinki nach Kairo. Das geht viel zu schnell, meine ich. Nicht nur klimatisch macht das Probleme. Sondern auch kulturell. Das heißt: psychisch.  Deshalb: ein Stopover muß her. Und zwar dort, wo Europa mit Asien und dem Orient verschmilzt, trotz der Kurdenfrage. In Istanbul.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-148" title="istanbul 1" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/11/istanbul-11-250x140.jpg" alt="istanbul 1" width="250" height="140" /></p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-146"></span></p>
<p>Die Vorgabe ist klar: sieben Stunden. Nicht viel für zwei Kontinente.</p>
<p>Gleich nach der Ankunft auf dem nicht unschönen Atatürk-Flughafen die Frage: soll ich mir das wirklich antun, und ein paar Stunden rausgehen ? Ausserdem regnet es, hab ich schon vom Flieger aus gesehen !</p>
<p>Riesige Schlangen bei der Passkontrolle, das törnt schon einmal ab. Weil ich ja gar nicht raus muss. Könnte einfach vorbeigehen, rauf zum Transit-Bereich und dort in den schönen türkischen Büchern blättern.</p>
<p>Oder doch nicht ? Langsam zurück zur Passkontrolle: alles voll und daneben ist sogar ein Visa-Schalter. Ja, gibt’s denn noch immer die Visa-Bestimmung für Europäer ? Ja, es gibt sie. Da steht es, schwarz auf weiß ! 5 Euro kostet das Visum. O Gott!  Dabei hab ich gar nicht mehr viel Bargeld bei mir.</p>
<p>Aber: es winkt ein Abenteuer. Also hin: Visum ist gleich da. Dann Anstellen bei einer der Pass-Schlangen: alles geht sehr langsam. Und draussen regnet`s immer stärker. Seh ich, wenn ich ganz weit nach hinten schaue. Endlich dran. Dann nichts wie raus: Gepäck hab ich eh (fast) keins.</p>
<p>Geldwechsel: Es gibt jetzt neue Türkische <em>Lira</em>, zwei <em>Lira</em> sind jetzt mehr als ein Euro. Und umgekehrt.</p>
<p>Was solls. Ich habe Sehnsucht nach <em>Köfte</em>. Gleich zur Metro,  kostet 1,50 Tl, schon geht’s bis nach <em>Zeytinburnu</em>. Schon ist man mitten in der Stadt. Dort umsteigen in die Tram: wieder 1,50 und schon steig ich in <em>Sultanahmet </em>aus. Mit einem jungen Inder, der dort ein Hotel gebucht hat. Der während der 45-minütigen Fahrt all das über die Stadt wissen wollte, was ich noch nicht vergessen hatte.</p>
<p>Regen, aber nicht mehr schlimm. Alles dunkel, es ist bereits Abend geworden,  kühl, es ist ja Anfang November, windig. Zwischen <em>Ayasofya</em> und <em>Sultanahmet Camii</em> erste wirkliche Anlaufstation: ein traditionelles Teehaus, mit <em>Sema-</em>Tanz.</p>
<p>Also mit <em>Derwisch</em>-Tanz. Der sich fromm zum klagenden Ton der <em>Ney-</em>Flöte dreht. Wie schön !</p>
<p>Aber dann wird die Sehnsucht nach <em>Köfte</em> stärker. Raus, Wohin jetzt ?</p>
<p style="text-align: center;">  <img class="aligncenter size-medium wp-image-149" title="istanbul 2" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/11/istanbul-2-250x140.jpg" alt="istanbul 2" width="250" height="140" /></p>
<p>Natürlich ins <em>Tarihi Sultanahmet Cöftesi</em>, zu <em>Usta Selim</em>. Fast werde ich noch erkannt, vom letzten Mal, obwohl das bereits zwei Jahre her ist. Fast wie gesagt.</p>
<p>Dann steht das Essen auf dem Tisch, die herrlichen Pfefferoni, Brot  und der lustige Gemüse-Salat in eigenwilliger Zusammenstellung: Bohnen mit Karotten und Grünzeug. Aber es schmeckt. Dazu trinke ich <em>Ayran</em>. Wunderbar.</p>
<p>Verlasse selig das Lokal, noch kurzes Schäkern mit den Köchen. Draußen allerdings: Regen, stärker als zuvor, viel Wind.</p>
<p>Der Spaziergang auf dem <em>Divanyolu</em> wird zwangsläufig unterbrochen. Der nächste Tee steht an. In einem der alten Häuser, gleich neben den Friedhöfen der Sultane. Und überall gibt es neue Essens-Lokale, stelle ich fest. Viel Fast Food, aber alles sehr bunt und schillernd. Und billig.</p>
<p>Ich kann`s mir jetzt leisten, allen Versuchungen der Verkäufer, die mich unbedingt in ihren Laden schleppen wollen, zu widerstehen.</p>
<p>Spaziere weiter, im leichten Regen, den ich wahrscheinlich bald vermissen werde. Richtung <em>Bayezit Camii. </em>Den letzten Programmpunkt lass ich aber sausen, die Buchhändler, haben wahrscheinlich eh schon zu. Wegen Wind und Regen.</p>
<p>Also: wieder in die Tram und dann in <em>Zeytinburnu</em> in die Metro zum Flughafen. Bin rechtzeitig da.  Und weiß es jetzt besser:  Istanbul ist auf jeden Fall mehr als ein Vorort von Kairo.</p>
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		<title>Maramuresh: Zwischen Kairo und Bukarest</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2009/10/08/maramuresh-zwischen-kairo-und-bukarest/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 12:34:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2009/10/08/maramuresh-zwischen-kairo-und-bukarest/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/10/maramures0416-2-250x133.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="maramures0416 2" title="maramures0416 2" /></a>Bis vor kurzem war mir der Name „Maramuresh“ kein Begriff, schon gar nicht die dortige Stadt namens „Sighetu Marmatiei“ (von der Bevölkerung kurz „Sighet“ genannt), im Norden von Rumänien gelegen. Bei dieser Gegend handelt es sich offensichtlich um eine der wirtschaftlich ärmsten Regionen innerhalb der EU, der ja mittlerweile auch Rumänien angehört. Tatsächlich sieht man dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis vor kurzem war mir der Name <em>„Maramuresh“</em> kein Begriff, schon gar nicht die dortige Stadt namens <em>„Sighetu Marmatiei“</em> (von der Bevölkerung kurz <em>„Sighet“</em> genannt), im Norden von <em>Rumänien</em> gelegen.</p>
<p>Bei dieser Gegend handelt es sich offensichtlich um eine der wirtschaftlich ärmsten Regionen innerhalb der EU, der ja mittlerweile auch <em>Rumänien</em> angehört. Tatsächlich sieht man dort teilweise noch ein von mittelalterlichen Traditionen geprägtes idyllisches  Bauernleben mit Ochsenkarren auf ungepflasterten Dorfstraßen und mit Schafhirten, Seit kurzem  laufen aber nun gut dotierte Förderungen aus der EU an, die wohl einen ziemlich Kulturwandel bewirken werden.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-113" title="maramures0416 2" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/10/maramures0416-2-250x133.jpg" alt="maramures0416 2" width="250" height="133" /> <span id="more-112"></span></p>
<p>Aber noch herrscht Natur pur vor und ein unbändiges Lebensgefühl der Einwohner. Der Beweis dafür ? Gleich acht Monumente in dieser Region gehören &#8211; in einer Entfernung von wenigen Kilometern voneinander &#8211; zum UNESCO-Weltkulturerbe, nämlich die Holzkirchen von <em>Maramuresh</em>. Sie heißen so, weil sie vollständig aus Holz erbaut sind, inklusive der riesigen, spitzen Kirchtürme. Und  das Besondere ist, daß sie von Innen über und über mit herrlichen Malereien und Gemälden versehen sind. Al fresco auf Holz. Also: etwas Einmaliges.</p>
<p> Dies im Gegensatz zu den ebenfalls berühmten Kirchen der Nachbarprovinz <em>Bukowina</em>, die dort aber von Außen bemalt sind, und auch nicht auf Holz.</p>
<p style="text-align: center;"> <img class="aligncenter size-medium wp-image-114" title="church" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/10/church-250x166.jpg" alt="church" width="250" height="166" /></p>
<p>Was hat nun diese fast paradiesisch anmutende Gegend mit dem obigen Titel zu tun ? Also: In <em>Paris</em> wurde vor kurzem der neue UNESCO-Direktor gewählt, ein international hart umkämpfter Prestige-Posten. Turnusmäßig war diesmal die Arabische Welt dran und aussichtsreichster Kandidat war der ägyptische Kulturminister <em>Farouk Hosny</em>.</p>
<p>In <em>Kairo</em> wurden bereits Vorbereitungen für den triumphalen Empfang des Kandidaten getroffen. Der Erfolg schien ihm sicher, zumal auch das Gastgeberland der Behörde, nämlich <em>Frankreich</em>, sich <em>Sarkozy</em>-mäßig für ihn stark gemacht hatte.</p>
<p>Doch es kam anders. Ein Mann trat auf den Plan: <em>Elie Wiesel</em>, seines Zeichens Literatur-Nobelpreisträger und damit Ikone des modernen Intellektuellentums. Er meldete sich mit der Leidenschaft eines Holocaust-Überlebenden zu Wort, indem er die mehrfach geäußerten anti-semitischen Äußerungen des langjährigen ägyptischen Kabinetts-Mitglieds ultimativ anprangerte  und  ihm schlichtweg die kulturelle Reife für den Posten in <em>Paris</em> absprach.</p>
<p>Dennoch schien <em>Hosny</em> das Rennen zu machen: in den ersten vier Wahlgängen sicherte er sich bis zu 29 von 30 notwendigen Stimmen. Um am Ende doch mit einem Votum von 27:31  gegen die zuvor scheinbar aussichtslos zurückliegende bulgarische Diplomatin <em>Irina Bokova </em>zu verlieren.</p>
<p>Damit ging praktisch der Endsieg doch noch an <em>Elie Wiesel</em>. Und damit – vermeintlich -  an die freie, westlich- liberale Weltsicht. Woher kommt nun dieser <em>Elie Wiesel</em> ? Eben: Aus <em>Sighet</em>, alias <em>Sighetu</em> <em>Marmatiei</em>, der nördlichsten Stadt <em>Rumäniens</em>, hart an der Grenze zur <em>Ukraine.</em> Wo man stolz auf den verlorenen Sohn ist, auch wenn er jetzt ganz woanders lebt und wirkt.</p>
<p>Die Wolkenkratzer von <em>Manhattan </em>sind wohl so was wie das Gegenteil von vorindustriellem Bauerntum, von Ochsengespannen, und auch von bemalten Holzkirchen mit unheimlich spitzen Türmen.</p>
<p style="text-align: center;">     <img class="aligncenter size-medium wp-image-115" title="wiesel house" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/10/wiesel-house-249x140.jpg" alt="wiesel house" width="249" height="140" /></p>
<p> </p>
<p>Vieles geht einem durch den Kopf, wenn man plötzlich vor dem Geburtshaus <em>Wiesel`s</em> steht.  Aus heiterem Himmel, sozusagen.</p>
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		<title>Ägypten: Schweinegrippe ohne Ende</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2009/09/19/agypten-schweinegrippe-ohne-ende/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 15:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2009/09/19/agypten-schweinegrippe-ohne-ende/"><img align="left" hspace="5" width="150" height="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/09/blog_ah-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="blog_ah" title="blog_ah" /></a>Ein Thema sorgt seit Monaten für Schlagzeilen in der ägyptischen Presse: die Schweinegrippe. Eigentlich: Eine Hysterie ohne Ende. Lange bevor die offensichtliche Epidemie nach Ägypten überschwappte, fühlte man sich von offizieller Seite bemüßigt, dieser Krankheit ihre „Grundlage“ zu entziehen, damit sie sich im Land am Nil erst gar nicht ausbreiten kann. Man beschloss einfach und  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Thema sorgt seit Monaten für Schlagzeilen in der ägyptischen Presse: die Schweinegrippe. Eigentlich: Eine Hysterie ohne Ende. Lange bevor die offensichtliche Epidemie nach Ägypten überschwappte, fühlte man sich von offizieller Seite bemüßigt, dieser Krankheit ihre „Grundlage“ zu entziehen, damit sie sich im Land am Nil erst gar nicht ausbreiten kann. Man beschloss einfach und  allen medizinischen Erkenntnissen zum Trotz, allen Schweinen im ganzen Land den Garaus zu machen.</p>
<p style="text-align: center;">
<p><span id="more-87"></span><img class="aligncenter size-large wp-image-93" title="blog_ah" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/09/blog_ah-540x198.jpg" alt="blog_ah" width="540" height="198" /><br />
Ein fürchterliches Gemetzel war die Folge: bis zu 400 000 Schweine wurden massakriert, wobei nur wenige wurde tatsächlich „verwurstet“. Ein grosser Teil des Schweinebestands wurde nicht seiner letzten Bestimmung durchgeführt und ordentlich geschlachtet, sondern sonstwie um die Ecke gebracht. Ein Wahnsinn, was da an potentiellen Nahrungsmitteln vernichtet wurde. Dies in einem Land, das auf Import von Grundnahrungsmitteln und Fleisch angewiesen ist, um die nach wie vor rasant anwachsende Bevölkerung zu ernähren.</p>
<p>Viele Schweine waren auf dem „Mukattam“, dem Müllberg von Kairo, die einzige Lebensgrundlage von tausenden koptisch-christlichen Familien. Ihre Schweine wurden zuvor mit den organischen Abfällen der Millionenmetropole gefüttert. Und plötzlich gab es keine Schweine mehr.</p>
<p>„Wovon sollen wir nun leben?“ fragte Aida, die Frau eines Müllsammlers und  Mutter von 6 Kindern verzweifelt. „Ja, und wer soll nun die Millionen Tonnen an Nahrungsresten fressen, die täglich in den Müll geworfen werden?“</p>
<p>Im vergangenen Juli vermeldete man dann stolz, dass Ägypten nun „schweinefrei“ sei. Es wurde nicht gesagt, wie viele Existenzen der (koptischen) Bauern und Schweinezüchter man gleichzeitig vernichtet  hatte. Und wie man das Müllproblem lösen wolle, das immer mehr zum Himmel stinkt.</p>
<p>Und bereits jetzt, im September 2009, hat man den Salat am Nil: Zig-tausende Existenzen sind vernichtet, Milliardenwerte gingen in Zeiten der Wirtschaftskrise,  die auch vor Ägypten nicht Halt gemacht hat, verloren und der eigentliche Anlass für das Massaker an den Schweinen besteht mehr als je zuvor: die Schweinegrippe hat natürlich ihren Weg nach Ägypten gefunden. Mittlerweile wird auch hierzulande brav mitgezählt und man hält bei fast 1000 Fällen, die bisher 3 Todesopfer gefordert haben.</p>
<p>Die armen Schweine: sie waren das Bauernopfer für einen hysterisch gewordenen Amtsschimmel. Möglicherweise,  so spekulieren manche, war die ganze Sache auch politisch motiviert. Vielleicht wollte sich die Regierung durch den Befehl zum Schweinemord ein paar Plus-Punkte bei der schweigenden muslimischen Bevölkerungsmehrheit holen  – die bekanntermaßen im Prinzip wenig schweinefreundlich eingestellt ist.</p>
<p>Wie dem auch sei: der dumme Befehl zum Schweinemord hat nix bewirkt. Mit Ausnahme einer Verschärfung der Wirtschaftskrise: Die Preise für Nahrungsmittel sind seither stark angestiegen, die Mängel bei der Müllbeseitigung in vielen Stadtvierteln Kairo`s werden  immer offensichtlicher, zumal vielfach  der organische Müll einfach liegen bleibt.</p>
<p>Aber die Hysterie um die Schweinegrippe findet weiterhin kein Ende: Um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern, hat man den Schulbeginn in den öffentlichen Schulen in ganz Ägypten  einfach um mehrere Wochen verschoben. Und auch die bevorstehende Pilgerfahrt nach Mekka – das Highlight für alle Muslime  – ist schwer beeinträchtigt. Manche Stimmen fordern sogar die Absage der diesjährigen Haddsch-Saison.</p>
<p>Aber es gibt auch Leute, die von der Situation profitieren: In fast allen Apotheken des Landes ist  stolz angeschrieben: „Wir verkaufenTamiflu !“. Zu einem stolzen Preis, versteht sich.</p>
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		<title>Libyen: Viel Land – ein Führer</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2009/09/07/libyen-viel-land-%e2%80%93-ein-fuhrer/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 22:19:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2009/09/07/libyen-viel-land-%e2%80%93-ein-fuhrer/"><img align="left" hspace="5" width="150" height="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/09/blog1-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="blog1" title="blog1" /></a>Ich kenne kein anderes Land, wo es so wenig Werbung auf den Strassen, oder überhaupt in der Öffentlichkeit gibt. Keine Reklame-Tafeln für Coke, Instant-Suppen oder Unterwäsche wie in anderen Staaten üblich. Nein, dafür steht etwas anderes im Vordergrund: Die Revolution, die in diesen Tagen gerade 40 Jahre alt geworden ist. Und vor allem der starke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kenne kein anderes Land, wo es so wenig Werbung auf den Strassen, oder überhaupt in der Öffentlichkeit gibt. Keine Reklame-Tafeln für Coke, Instant-Suppen oder Unterwäsche wie in anderen Staaten üblich. Nein, dafür steht etwas anderes im Vordergrund: Die Revolution, die in diesen Tagen gerade 40 Jahre alt geworden ist. Und vor allem der starke Mann Libyens,  Muammar Al-Gaddafi, dessen offizielle Anrede „Bruder Revolutionsführer“ ist.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-70" title="blog1" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/09/blog1-249x140.jpg" alt="blog1" width="249" height="140" /></p>
<p><span id="more-69"></span></p>
<p>Der Revolutionstag war jedenfalls Anlass für eine Riesen-Show, die der große Bruder inszenierte, bestehend aus einwöchigen Feierlichkeiten mit zwei Höhepunkten. Oder eigentlich drei, denn es gab auch ein Afrikanisches Gipfeltreffen am Vortag des eigentlichen Festtages der Revolution. Eigentlich hatte dieser Gipfel den Zweck, andere Afrikanische Führer für den eigentlichen Festakt nach Libyen zu locken. Tatsächlich kamen viele, aber hauptsächlich die „Schurken“ wie Mobutu von Zimbabwe oder Al-Bashir, der umstrittene sudanesische Präsident.</p>
<p>Am eigentlichen Festtag gab es dann zunächst die obligatorische Militär-Parade: ein Genuss  für den, der Kriege liebt und ein Greuel für jeden Friedensaktivisten. Der Aufzug von Panzern, Raketen und Truppen aus vieler Herren Länder wurde von zahlreichen Militärkapellen musikalisch begleitet. Tja und als erste durften die Militärmusiker des Österreichischen Bundesheers aufmarschieren. Und über dem ganzen Aufzug demonstrierten italienische Flugstaffeln ihr Können.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-71" title="blog2" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/09/blog2-250x141.jpg" alt="blog2" width="250" height="141" /></p>
<p>Dem Bruder Revolutionsführer wurde dabei – zumindest nach Meinung der Journalisten – die Show von einem der Ehrengäste gestohlen: von Hugo Chavez, dem Präsidenten Venezuela`s. Er hatte seinen Spaß bei der Feier und gab endlose Interviews für Hinz und Kunz. Demgegenüber gab sich Gaddafi geradezu miesmutig und einsilbig.</p>
<p>Beim darauffolgenden zweiten Höhepunkt des Festes war Chavez allerdings nicht auszumachen: beim angeblich größten Bühnenspektakel auf der „größten Bühne der Welt“. Dort zelebrierten hauptsächlich französische Künstler eine Mega-Show unter dem Motto „Fünftausend Jahr Geschichte in Libyen“.</p>
<p>Nicht nur von den afrikanischen Führern, auch vom Volk selbst war – nicht nur wegen der späten Beginnzeit um 11 Uhr nachts – wenig zu sehen. Bloß ein paar tausend auserwählte Libyer schafften es, in den Genuss des Spektakels zu kommen.</p>
<p>Aber dem bunt gekleideten Führer hat`s offensichtlich gefallen. Hoffentlich.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Erinnerungen an Savonlinna</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2009/08/18/erinnerungen-an-savonlinna/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 05:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.toisinsanoen.fi/?p=54</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2009/08/18/erinnerungen-an-savonlinna/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/08/blogi-savonlinna2-250x166.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="blogi savonlinna2" title="blogi savonlinna2" /></a>  Ein Opernsommer-Traum „Was, Du fährst zu einem Operfestival in Finnland ?“ Viele Freunde waren erstaunt,  als ich ihnen von meinen Reiseplänen erzählte. Vor allem solche, die aus Mitteleuropa kommen. Opernfestivals im Sommer gibt’s nämlich genug, in Italien, Deutschland, Österreich usw. Aber Savonlinna ? Dieser Ort war bisher nur absoluten Opernfans ein Begriff.  Obwohl dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"> <img class="aligncenter size-medium wp-image-56" title="blogi savonlinna2" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/08/blogi-savonlinna2-250x166.jpg" alt="blogi savonlinna2" width="250" height="166" /></p>
<p>Ein Opernsommer-Traum</p>
<p>„Was, Du fährst zu einem Operfestival in Finnland ?“ Viele Freunde waren erstaunt,  als ich ihnen von meinen Reiseplänen erzählte. Vor allem solche, die aus Mitteleuropa kommen.</p>
<p>Opernfestivals im Sommer gibt’s nämlich genug, in Italien, Deutschland, Österreich usw.</p>
<p>Aber <em>Savonlinna </em>? Dieser Ort war bisher nur absoluten Opernfans ein Begriff.  Obwohl dort in diesem Jahr, vom 3. Juli bis zum 1. August, dieses Festival bereits zum  48. Mal stattfand.<span id="more-54"></span>Wie ich erstaunt zur Kenntnis nehmen musste.</p>
<p>Im Mittelpunkt standen diesmal italienische Opernklassiker von <em>Puccini</em>, <em>Donizetti</em>, <em>Mascagni, Leoncavallo </em>und <em>Bellini</em>. </p>
<p>Höhepunkt war das Gastspiel des <em>Teatro Massimo</em> aus <em>Palermo.</em> Dieses berühmte Ensemble gab drei Opern zum Besten: <em>„Cavalleria</em> <em>Rusticana</em>“  von Pietro Mascagni, <em>„Pagliacci</em>“ von Ruggero Leoncavallo  und <em>„I puritani”</em> von Vincenzo Bellini. Und das mit allen Stars !</p>
<p>Und tatsächlich: Es gab Oper vom Feinsten, die voll ausverkaufte Arena war an beiden Abenden, die ich miterlebte, restlos begeistert, was sich nicht nur durch Applaus, sondern auch durch festes Stampfen mit den Füssen dokumentierte. Nach besonders gelungenen Arien gab es  Szenen-Applaus der sonst so kühlen Finnen, der fast schon an südländisches Temperament erinnerte.</p>
<p>Sicherlich spielt auch die historische Kulisse und die fantastische Akustik des Schlosses am <em>Saimaa-See</em> eine grosse Rolle.</p>
<p>Und auch das grandiose Wetter an den beiden Tagen. Eigentlich hätte es da die Abdeckung der Arena gar nicht gebraucht.</p>
<p>Das Publikum war somit, ebenso wie die Sänger und die Organisatoren, bester Laune. Was man vor allem in den Pausen bemerkte.</p>
<p>Nach dem Ende der Vorstellungen um etwa 10 Uhr 30 war es noch nicht finster, sodass wir uns noch eine Fortsetzung des schönen Abends in einem der guten Restaurants der Stadt machen konnten.</p>
<p>Während fast alle Operntouristen auf die üblichen <em>„Muikku“</em> – Fischchen – die grosse Spezialität des <em>Saimaa-Landes</em> &#8211; schworen, konnte ich mich kaum am „<em>Lohi</em>“ , am geräucherten Lachs,  sattessen. <em> </em></p>
<p>Aber zu den Ess-Abenteuern in Mittelfinnland möchte ich mich gerne ein anderes Mal zu Wort melden. Da gibt`s Einiges zu erzählen.</p>
<p>Bis demnächst also !</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-57" title="blogi muikku2" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/08/blogi-muikku2-250x166.jpg" alt="blogi muikku2" width="250" height="166" /></p>
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