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	<title>Toisin Sanoen - BLOG &#187; Deutsch &#8211; German</title>
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	<description>Ihmisiä, ilmiöitä ja mielipiteitä.</description>
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		<title>Libyen &#8211; Neuer Staat und neue Nation der Berber</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 11:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2011/11/14/libyen-neuer-staat-und-neue-nation-der-berber/"><img align="left" hspace="5" width="150" height="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2011/11/libya1-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="libya1" /></a>Vor kurzem wurde offiziell die volle Freiheit in Libyen verkündet und bis jetzt dauern die Feiern zur staatlichen Unabhängigkeit an. Das Volk  jubelt opulent und es bejubelte auch das Ende des Diktators. Auch wenn dieses Ende kein Ruhmeszeichen für die Thuwwar, die Revolutionäre war. Jefren. Eine Stadt In den Nefusa - Bergen. Eine Hochburg der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem wurde offiziell die volle Freiheit in Libyen verkündet und bis jetzt dauern die Feiern zur staatlichen Unabhängigkeit an. Das Volk  jubelt opulent und es bejubelte auch das Ende des Diktators.</p>
<p>Auch wenn dieses Ende kein Ruhmeszeichen für die <em>Thuwwar</em>, die Revolutionäre war.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-568" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2011/11/14/libyen-neuer-staat-und-neue-nation-der-berber/libya1/"><img class="aligncenter size-large wp-image-568" title="libya1" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2011/11/libya1-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p><span id="more-567"></span><em>Jefren</em>. Eine Stadt In den <em>Nefusa </em>- Bergen. Eine Hochburg der Berber. Dort, bei den Berbern, hatte der Aufstand gegen das libysche Regime am 17. und 18. Februar dieses Jahres begonnen.</p>
<p>Und jetzt ist <em>Qaddafi</em> bereits Geschichte. Alle jubeln sie dort, ohne Ausnahme. Gross und Klein. Niemand weint dem Tyrannen eine Träne nach. Schon seit Wochen, lange vor der eigentlichen Befreiung, findet im Land der Berber der Unterricht auch in ihrer eigenen Sprache statt, dem <em>Amazigh</em>, eine Sprache, die bisher verboten war.</p>
<p>In den Schulen von <em>Jefren</em> &#8211; teilweise  noch von den erbitterten Kriegshandlungen mitgenommen &#8211;  sitzen begeisterte Kinder und begeisterte Lehrer vor martialischen Gemälden. Thema: die Grausamkeiten des <em>Qaddafi-</em>Regimes. Und überall gibt es neue Inschriften; neben dem Arabischen auch die noch unbekannte neue <em>Amazigh</em>-Schrift.</p>
<p>Eine der Lehrerinnen, <em>Taghrid Hassan</em>, zugleich eine der Künstlerinnen, die die Klassenräume so anschaulich mit Gräueltaten verziert hat, sieht nun die grosse Freiheit heraufdämmern: Erstens Freiheit für die bisher so unterdrückten Berber und zweitens: mehr Freiheiten für Frauen. Besonders die Berber hatten ja ursprünglich ein mutterrechtliches System mit traditionell starken Frauenrechten. Im Laufe ihrer Geschichte mussten sie sich vor allem in den <em>Nefusa</em>-Bergen immer mehr dem machohaften Verhalten der arabisch-islamischen Umgebung anpassen.  Sagt sie. Das würde aber nun ein Ende haben. Die Gründung einer ersten Fraueninitiative in der Region soll die neuen Rechte der nunmehr so selbstbewussten Berberinnen für immer im Bewusstsein des ganzen Volkes verankern.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-569" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2011/11/14/libyen-neuer-staat-und-neue-nation-der-berber/libya2/"><img class="aligncenter size-large wp-image-569" title="libya2" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2011/11/libya2-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p>Auch am neuen Revolutions-Museum in <em>Jefren</em> hat <em>Taghrid </em>mitgearbeitet. Auch das Ende des Tyrannen am 20. Oktober ist im ehemaligen Gebäude des libyschen Geheimdienstes künstlerisch verarbeitet. <em>Qaddafi</em> als giftige Spinne, die am Ende ein unrühmliches Ende findet.</p>
<p><em>Nasr Rabia</em>, ein Kämpfer der ersten Stunde in den <em>Nefusa</em>-Bergen, Angehöriger der berüchtigten <em>Jefren</em>-Brigade, die besonders erbittert gegen das diktatorische Regime gekämpft hatte, beim Blick auf die opulenten, bluttriefenden Gemälde: „Ich hätte ihn auch gekillt, wenn ich ihn gefunden hätte,  keine Sekunde länger hätte ich dieses Ungeheuer leben lassen&#8230; Soviele tausend Tote hat er auf dem Gewissen, sein Ende ist mehr als gerecht!“</p>
<p>Auch ein anständiger Prozess hätte nichts an seinem Tod geändert, das ist die Meinung der allermeisten Berber, im Gegenteil: der schnelle Tod habe ihn vor der Qual und der Schande bewahrt, als wildes Tier bei Gericht vorgeführt zu werden.</p>
<p>In <em>Rahibat,</em> einem anderen Zentrum der Berber in den Bergen, treffen sich die stolzen Stämme und die stolzen Brigaden nach ihrem erfolgreichen Kampf gegen den Diktator. Eigentlich wollten sie dort ihre Waffen abgeben, nach dem Willen der Übergangs-Regierung. Aber dann gab es statt dessen ein Volksfest, man feierte die Jugend, die Kämpfer, die Märtyrer, die Pferde.</p>
<p>Aber auf dem Festplatz waren trotzdem die Frauen in Überzahl. Und unüberhörbar. Ein neuer Aufbruch im neuen Libyen.</p>
<p style="text-align: center;">libya<a rel="attachment wp-att-570" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2011/11/14/libyen-neuer-staat-und-neue-nation-der-berber/libya3/"><img class="aligncenter size-large wp-image-570" title="libya3" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2011/11/libya3-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
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		<title>Mubarak und Söhne – Der zweite Showdown</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 06:49:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2011/08/16/mubarak-und-sohne-%e2%80%93-der-zweite-showdown/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2011/08/P1080511-2-540x304.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="P1080511 2" /></a>Es war ein einmaliges und historisches Ereignis, als  am 3. August, der frühere ägyptische Präsident Hosny Mubarak zusammen mit seinen beiden Söhnen erstmals offiziell vor dem Staatsgericht erschien. Auch für die Medien war dies ein Spektakel. Das gleiche war heute, am 15. August,  der Fall: wieder wartete die Weltpresse gespannt, ob der regierende Militär-Rat wiederum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war ein einmaliges und historisches Ereignis, als  am 3. August, der frühere ägyptische Präsident Hosny Mubarak zusammen mit seinen beiden Söhnen erstmals offiziell vor dem Staatsgericht erschien. Auch für die Medien war dies ein Spektakel.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-550" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2011/08/16/mubarak-und-sohne-%e2%80%93-der-zweite-showdown/p1080511-2/"><img class="aligncenter size-large wp-image-550" title="P1080511 2" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2011/08/P1080511-2-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p><span id="more-549"></span>Das gleiche war heute, am 15. August,  der Fall: wieder wartete die Weltpresse gespannt, ob der regierende Militär-Rat wiederum ernst machen würde. Und tatsächlich blieb Mubarak die Schande nicht erspart, nochmals mit seinen beiden Sühnen der Weltöffentlichkeit vorgeführt zu werden.</p>
<p>Dies am gleichen Ort, wo er am 23. Januar dieses Jahres seine letzte Rede und Ansprache gehalten hatte, nämlich in der Polizei-Akademie in Neu-Kairo., damals noch in seiner Funktion als Staatsoberhaupt. Der Rücktritt Mubaraks erfolgte bekanntlich am 11. Februar.</p>
<p>Der Prozess gegen Mubarak hat mit großer Sicherheit Auswirkungen auf die Situation nicht nur in Ägypten, sondern auf die anderen Länder in der arabischen Welt, wo mehrere Revolutionen im Gange sind, darunter in Libyen, in Syrien und im Jemen.</p>
<p>Die Anklage wirft Mubarak und seinen beiden Söhnen Gamal und Alaa, aber auch dem ehemaligen Innenminister Al-Adli, sowie weiteren sechs hohen Beamten der Staatssicherheit und der Polizei vor, am Tod von genau als 846 Menschen schuld zu sein, die während der 18-tägigen Revolution ihr Leben lassen mussten.</p>
<p>Hinzu kommen eine Reihe anderer Anklagepunkte, wie Verschwendung öffentlicher Mittel, Korruption  und illegale Bereicherung.</p>
<p>Natürlich standen sich auch heute die Anhänger beider Seiten, die Pro- und Kontra- Mubarak – Aktivisten,  erbittert gegenüber und wieder flogen Steine und wieder floss Blut.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-551" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2011/08/16/mubarak-und-sohne-%e2%80%93-der-zweite-showdown/p1080545-2/"><img class="aligncenter size-large wp-image-551" title="P1080545 2" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2011/08/P1080545-2-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p>Für Umm Khaled, die Mutter von Khaled Attiya, der während der Revolution umkam, bedeutete der Tag eine neuerliche Enttäuschung:</p>
<p>„Warum werden wir Opfer nicht respektiert, warum wird unser Leid nicht anerkannt, warum terrorisieren uns die Mubarak-Anhänger weiterhin ? Wann hat dies alles ein Ende ?“</p>
<p>Für die Pro-Mubarak – Anhänger dagegen ist dieser Prozess, wie die gesamte Revolution, eine einzige Verschwörung.</p>
<p>Rawiya, die sich als Hausfrau bezeichnet, glaubt, dass  die ganze Welt gegen Ägypten paktiert. Sie behauptet, während der Revolution ausländische Söldner auf dem Tahrir-Platz belauscht zu haben, die aus Palästina, aus dem Libanon und aus dem Iran gekommen seien.</p>
<p>Mubarak selbst sei unschuldig, das werde auch dieser Prozess beweisen. Am Ende könne es nur einen Freispruch geben.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-552" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2011/08/16/mubarak-und-sohne-%e2%80%93-der-zweite-showdown/p1080520-2/"><img class="aligncenter size-large wp-image-552" title="P1080520 2" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2011/08/P1080520-2-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p>Nun, danach sieht es vorläufig nicht aus, auch wenn der Oberrichter Ahmed Rifaat den Wunsch der Mubarak-Verteidigung erfüllte, künftig die Live-Übertragung des Prozesses durch das Fernsehen verbieten zu wollen und die heutige Verhandlung nach kaum 2 Stunden auf den 5. September vertagte.</p>
<p>Dann wird der Ramadan und das Fest des Fastenbrechens vorbei sein und man wird sehen, wie schnell – oder wie langsam &#8211;  die Mühlen der Gerechtigkeit in Ägypten mahlen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ägyptens berüchtigter Richter richtet noch immer</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2011/05/22/agyptens-beruchtigter-richter-richtet-noch-immer/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 May 2011 06:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2011/05/22/agyptens-beruchtigter-richter-richtet-noch-immer/"><img align="left" hspace="5" width="150" height="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2011/05/P1070878-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="P1070878" /></a>Er war am 21. Mai wieder im Einsatz, beim Strafprozess gegen den ehemaligen Innenminister Habib El Adli und sechs hohe Offiziere der Staatssicherheit und der Polizei:  der berüchtigte Richter Adel Abdel Salam Gomaa.&#8217; Von Unabhängigkeit, so sagen sein Gegner, kann bei Gomaa keine Rede sein, er habe immer die Interessen des Staates wahrgenommen. Er war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er war am 21. Mai wieder im Einsatz, beim Strafprozess gegen den ehemaligen Innenminister Habib El Adli und sechs hohe Offiziere der Staatssicherheit und der Polizei:  der berüchtigte Richter Adel Abdel Salam Gomaa.&#8217;<br />
<span id="more-505"></span>Von Unabhängigkeit, so sagen sein Gegner, kann bei Gomaa keine Rede sein, er habe immer die Interessen des Staates wahrgenommen. Er war es, der die früheren Regime-Gegner <span style="text-decoration: underline;">Ayman Nour</span> und <span style="text-decoration: underline;">Saad El-Din Ibrahim</span> zu langen Haftstrafen verurteilt hatte und so mithalf, jegliches demokratische Pflänzchen im Lande im Keim zu ersticken. Er galt quasi als recht unrühmliches rechtliches Aushängeschild des Polizeistaates Ägypten.</p>
<p>Und jetzt durfte er wieder ran: beim ersten wichtigen Strafprozess gegen die Hauptschuldigen an den Toten der Revolution, die vom 25. Januar bis zum 11. Februar 2011 dauerte und die rund 840 Menschen das Leben kostete.</p>
<p>Das erwartete Resultat: Der Strafprozess wurde um einen weiteren Monat verschoben und die wütende Menschenmenge konnte nur mit Mühe von den tausenden Sicherheitskräften zurückgehalten werden, das Gerichtsgebäude in einer Trabantenvorstadt von Kairo zu stürmen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-507" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2011/05/22/agyptens-beruchtigter-richter-richtet-noch-immer/alfred2/"><a rel="attachment wp-att-508" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2011/05/22/agyptens-beruchtigter-richter-richtet-noch-immer/p1070878/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-508" title="P1070878" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2011/05/P1070878-250x140.jpg" alt="" width="376" height="210" /></a><br />
</a></p>
<p>Angeblich sollte die Verhandlung gegen die mutmaßlichen Verbrecher öffentlich und unter internationaler Aufsicht erfolgen. Aber weder die Presse und die Medien, noch die Menschenrechtsvereinigungen oder die Angehörigen der Opfer hatten Zutritt zum Gerichtssaal. Auch die Rechtsanwälte der Anklage wurden nur selektiv vorgelassen. Eine Schande für die Rechtsauffassung im angeblich „Neuen Ägypten“.</p>
<p>Dementsprechend groß war die Verzweiflung bei den Opfern und ihren Familien.  <span style="text-decoration: underline;">Zaynab Radwan</span>, die Mutter des am 29. Januar von Polizisten erschossenen Studenten <span style="text-decoration: underline;">Mohab Ali</span> <span style="text-decoration: underline;">Hassan,</span> brach erneut in Tränen aus: „Warum lässt man uns weiter warten ? Warum erfolgt keine Abrechnung ? Wo bleibt die Strafe für die Schuldigen ? Warum wird das Volk weiter gequält ? Oder sind unsere Kinder etwa umsonst gestorben und es gab überhaupt keine Revolution ?&#8230;“</p>
<p><a rel="attachment wp-att-509" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2011/05/22/agyptens-beruchtigter-richter-richtet-noch-immer/alfred1-2/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-509" title="alfred1" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2011/05/alfred11-250x141.jpg" alt="" width="370" height="208" /></a></p>
<p>Auch für den Menschenrechtler <span style="text-decoration: underline;">Said Haddadi</span>, der als Beobachter den Prozess mitverfolgen wollte, aber nicht vorgelassen worden war, ist eines klar: „Die Angeklagten werden vom Staat oder der jetzigen Regierung geschützt. Für mich ist das ein Zeichen, dass die Revolution noch nichts bewirkt hat. Angeblich hat auch niemand die Hauptangeklagten im Käfig des Gerichtssaals eindeutig identifiziert. Und dann noch Adel Gomaa als Gerichtsvorsitzender: das alles riecht sehr nach Theater und Betrug&#8230;!“</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>PISA: Finnland,  die Kronenzeitung  und  die Krise der Bildung</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2010/12/29/pisa-finnland-die-kronenzeitung-und-die-krise-der-bildung/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Dec 2010 21:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/12/29/pisa-finnland-die-kronenzeitung-und-die-krise-der-bildung/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/12/Krone-Finnl-1-2-540x304.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Krone-Finnl 1 (2)" /></a>Weltweit gibt es eine Bildungskrise. Sagt man. Ist wohl auch so. Anders kann man  kaum erklären, warum es in der Welt keine einzige „ideale“ Gesellschaft gibt. Eine ideale Bildung müsste ja zu einer idealen Gesellschaft führen. Logischerweise. Da es nun keine ideale Gesellschaft gibt, kann es auch keine ideale Bildung geben. Eben. So gesehen kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weltweit gibt es eine Bildungskrise. Sagt man. Ist wohl auch so. Anders kann man  kaum erklären, warum es in der Welt keine einzige „ideale“ Gesellschaft gibt. Eine ideale Bildung müsste ja zu einer idealen Gesellschaft führen. Logischerweise.</p>
<p><span id="more-388"></span></p>
<p>Da es nun keine ideale Gesellschaft gibt, kann es auch keine ideale Bildung geben.</p>
<p>Eben.</p>
<p>So gesehen kann man höchstens von einer „guten“ Bildung reden. Und natürlich auch von einer schlechten. Oder einer ungenügenden Bildung. Über diese Unterschiede in den diversen Bildungssystemen wacht seit dem Jahr 2000 das <span style="text-decoration: underline;">„Programme for International Student Assessment“ (PISA)</span>. Und veröffentlicht alle drei Jahre so etwas wie die Hitparade des Bildungsstandards in der Welt.</p>
<p>Die jüngste Veröffentlichung der internationalen Bildungs-Bewertung im Dezember 2010 hat in manchen Ländern &#8211; bei den Aufsteigern -  Befriedigung, bei vielen anderen, aber auch Bestürzung ausgelöst.</p>
<p>Zu den Absteigern zählt  <em>Deutschland</em>, das derzeit von großen Selbstzweifeln hinsichtlich einer verfehlten Bildungspolitik im Zusammenhang mit Zuwanderern geplagt ist und das sich nur auf Rang 20 der PISA-Liste findet. Und vor allem <em>Österreich</em>. Hier bewertete man die Ergebnisse als geradezu katastrophal. Konnte ich selbst feststellen Sogar die <span style="text-decoration: underline;">Kronenzeitung</span> – die kleinformatige und normal kleinkarierte,  aber sonst mächtigste Zeitung des Landes &#8211; war außer sich über Platz 39, nachdem Österreich in den Jahren zuvor bei diesen Erhebungen sehr viel besser abgeschnitten hatte.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-389" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/12/29/pisa-finnland-die-kronenzeitung-und-die-krise-der-bildung/krone-finnl-1-2/"><img class="aligncenter size-large wp-image-389" title="Krone-Finnl 1 (2)" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/12/Krone-Finnl-1-2-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p> Gleichzeitig lobte man die PISA-Sieger über den Klee und ganz besonders das  Top-Bildungsland in Europa <em>Finnland</em>, das wiederum seine Spitzenposition behauptete.</p>
<p>Dieses Lob für die „finnischen Musterknaben“ fiel sogar überaus poetisch aus. Denn der Haus-und Hof-Dichter der „Krone“ , namens Wolf Martin, nahm sich dieses Thema zur Brust.</p>
<p>Und das Ergebnis kann sich – poetisch gesehen – wahrlich sehen lassen. Selbst wenn man den kleinen Seitenhieb auf die „unmögliche“ finnische Sprache berücksichtigt.</p>
<p>Link:</p>
<p>http://www.oecd.org/dataoecd/54/12/46643496.pdf</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Ein Pfeil im Auge der Korruption“ und die Parlamentswahlen in Ägypten</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2010/11/28/%e2%80%9eein-pfeil-im-auge-der-korruption%e2%80%9c-und-die-parlamentswahlen-in-agypten/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 22:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Parlamentswahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/11/28/%e2%80%9eein-pfeil-im-auge-der-korruption%e2%80%9c-und-die-parlamentswahlen-in-agypten/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/11/Cairo-Elections-street-2-540x304.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Cairo - Elections  - street 2" /></a>Viele Slogans haben sich die Kandidaten für die Parlamentswahlen am 28. November einfallen lassen. Der griffigste allerdings war verboten worden: „Al-Islam huwa l-hall“ – „Der Islam ist die Lösung!“ Davor haben Staat und Staatssicherheit Angst. Denn das ist zugleich das Motto der Muslimbrüder, die damit bereits gegen die Engländer für die nationale Befreiung gekämpft hatten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Slogans haben sich die Kandidaten für die Parlamentswahlen am 28. November einfallen lassen. Der griffigste allerdings war verboten worden: „<em>Al-Islam huwa l-hall</em>“ – „Der Islam ist die Lösung!“</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-365" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/11/28/%e2%80%9eein-pfeil-im-auge-der-korruption%e2%80%9c-und-die-parlamentswahlen-in-agypten/cairo-elections-street-2/"><img class="aligncenter size-large wp-image-365" title="Cairo - Elections  - street 2" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/11/Cairo-Elections-street-2-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p><span id="more-364"></span>Davor haben Staat und Staatssicherheit Angst. Denn das ist zugleich das Motto der Muslimbrüder, die damit bereits gegen die Engländer für die nationale Befreiung gekämpft hatten. Und damals siegreich geblieben waren.</p>
<p>Kein Wunder, dass dieser Slogan rechtzeitig vor den Wahlen verboten worden war. Gleichzeitig gab es eine Verhaftungswelle gegen Kandidaten und Anhänger der Muslimbrüder, die man auch dann fürchtet, wenn sie  als „Unabhängige“ kandidieren bei der Wahl antreten wollen. Schließlich gilt es, die NDP, die <em>National Democratic Party</em>, weiterhin an der Macht zu halten. Um jeden Preis und mit größtmöglicher Mehrheit. Mindestens 80 Prozent der Stimmen, bzw. der Mandate, sollen es schon sein, meint man auf Seiten der Staatspartei.</p>
<p>Die 508 Abgeordneten, wenn sie denn einmal gewählt sind, sollen nämlich auch eine Rolle bei den kommenden Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr spielen. Dabei geht`s nämlich wirklich um die Wurscht, denn nur die im Parlament vertretenen Parteien haben, gemäß den jüngsten Verfassungsreformen, eine Chance, Gegenkandidaten für <em>Hosny Mubarak</em> zu nominieren.</p>
<p>Alles recht kompliziert also. Und das erklärt die Nervosität der Regierung. Dabei stellt die ägyptische Volksversammlung, die quasi einem parlamentarischen Unterhaus entspricht, mit Sicherheit nicht das große Machtzentrum dar. Es entspricht eher einem demokratischen Feigenblatt, das vom Regime mit Inbrunst um- und beworben wird.</p>
<p>Umso größer ist der Eifer, mit dem sich die vier- bis fünftausend Kandidaten – typisch: die genaue Zahl kennt man am Vorabend der Wahl noch immer nicht -  im Wahlkampf präsentieren.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-366" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/11/28/%e2%80%9eein-pfeil-im-auge-der-korruption%e2%80%9c-und-die-parlamentswahlen-in-agypten/gamila-ism-1/"><img class="aligncenter size-large wp-image-366" title="Gamila Ism.1" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/11/Gamila-Ism.1-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p>Die NDP duldet jedenfalls wenig Widerspruch, soviel ist klar. Das musste auch <em>Gamila Ismail</em> bei ihrer Kampagne einsehen. Sie tritt – obwohl Mitbegründerin der <em>Ghadd-Partei</em> und Ex-Frau von <em>Ghadd</em>-Parteichef <em>Ayman Nour</em> – als unabhängige Kandidatin an, aber nicht auf einem der insgesamt 68 Quotenplätze für Frauen. Auch das ist neu bei den diesjährigen Wahlen: Der Staat wollte einfach den Frauen die Chance geben, im Parlament vertreten zu sein. Im freien Wettbewerb gegen ihre männlichen Kollegen  hatten die Frauen früher kaum eine Chance.</p>
<p><em>Gamila Ismail</em> versucht`s dennoch und wird dabei vermutlich auf Granit beissen. Sie kandidiert ausgerechnet in der Stadtmitte von Kairo, im Wahlkreis <em>Kasr El</em> <em>Nil</em>, zu dem auch die Nobelviertel <em>Zamalek </em>und <em>Garden City</em> gehören. Dort herrscht aber <em>Hisham Mustafa Khalil</em>, ein politisches Schwergewicht der NDP.</p>
<p>Und die Staatspartei will und wird sich keine Blöße geben. Das sagt <em>Gamila</em> selbst, obwohl sie sich dennoch eine Chance auf eine Stichwahl, die für den 5.Dezember angesetzt ist, einräumt. Die Leute hätten genug von absolutistischer Herrschaft und Korruption und es müsse eine wirksame Opposition im Land geben. Auch wenn viele Oppositionelle diese Wahlen boykottieren. Zu diesem Boykott hatte als Erster <em>Mohamed El-Baradei</em> aufgerufen, bis vor kurzem Galionsfigur des zivilen Widerstands in Ägypten. Seine „Plattform für Wandel“ muss aber schon seit langem ohne den Nobelpreisträger auskommen: seit zwei Monaten hält er sich im Ausland auf und er will erst nach den Wahlen bzw. Stichwahlen in seine Heimat zurückkehren.</p>
<p>Und <em>Gamila Ismail</em> ? Sie sieht sich jetzt – in Ermangelung anderer Persönlichkeiten -  quasi als Speerspitze der liberalen Opposition. Ihr Motto, das auf ihren unzähligen Wahlplakaten , ist bezeichnend, denn sie möchte die jungen Wähler ab 18 Jahren ansprechen: <em>„Ash-Shabab huwa l-hall“</em> – Die Jugend ist die Lösung !</p>
<p>Noch mehr sticht allerdings der zweite, ebenfalls sehr griffige Satz auf ihren Plakaten hervor: „Der Pfeil im Auge der Korruption!“  Direkter geht’s eigentlich kaum mehr.</p>
<p>Eines ist jedenfalls sicher: in Kürze werden ganz viele Menschen in Ägypten von Wahlschwindel reden.</p>
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		<title>Ägypten und die Angst vor den Wahlen</title>
		<link>http://blog.toisinsanoen.fi/2010/10/19/agypten-und-die-angst-vor-den-wahlen/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 12:22:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/10/19/agypten-und-die-angst-vor-den-wahlen/"><img align="left" hspace="5" width="150" height="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/10/P1060433-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="P1060433" /></a>Niemand hätte vor wenigen Jahren gedacht, dass sich die Umstände in Ägypten so entwickeln werden. Wirtschaftlich ging`s ja aufwärts. Ganz gute Zuwachsraten im internationalen Vergleich. Hinzu kommt der Tourismus, der in diesem Jahr wieder für neue Rekorde sorgt.   Aber politisch ! Da scheint vieles im Argen zu liegen. Auch schon seit Langem   Seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand hätte vor wenigen Jahren gedacht, dass sich die Umstände in Ägypten so entwickeln werden. Wirtschaftlich ging`s ja aufwärts. Ganz gute Zuwachsraten im internationalen Vergleich. Hinzu kommt der Tourismus, der in diesem Jahr wieder für neue Rekorde sorgt.</p>
<p style="text-align: center;"> <a rel="attachment wp-att-326" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/10/19/agypten-und-die-angst-vor-den-wahlen/p1060433/"><img class="aligncenter size-large wp-image-326" title="P1060433" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/10/P1060433-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a><span id="more-325"></span></p>
<p>Aber politisch ! Da scheint vieles im Argen zu liegen. Auch schon seit Langem  </p>
<p>Seit langer Zeit gibt es die gleiche Regierung, das heißt, die gleiche Staatsführung, schlicht:  Diktatur.</p>
<p>Seit der Unabhängigkeit von 1952. Also fast 60 Jahre monolithische und monologistische Politik. Oder: Monomanische Politik. Denn alle Macht liegt beim Staatspräsidenten. Und den Rest besorgt die hinter ihm stehende Staatspartei. Beziehungsweise das Militär, der zweite grosse Machtfaktor im Staat. </p>
<p>Der Hoffnungsschimmer ? Das Warten  auf Veränderung !  Es wurde sogar eine eigene „Plattform für Veränderung“ ins Leben gerufen. Die gibt es noch immer. Unter der Führung von Mohammed El-Baradei, dem Nobelpreisträger, der bei der ägyptischen Bevölkerung und vor allem bei den Intellektuellen des Landes grossen Respekt und teilweise sogar Verehrung genoss. Oder auch noch geniesst.</p>
<p>Baradei wurde jedenfalls als grosser Hoffnungsträger für die vielen Unzufriedenen im Land am Nil betrachtet und er schaffte es tatsächlich, die Opposition hinter sich zu vereinen. Allerdings nur bis zum vergangenen September. Bis zu einer Million Personen sollen bis dahin seiner Unterschriftenaktion im Internet gefolgt sein, womit er das Regime Mubarak unter Druck setzen und Reformen erzwingen wollte.</p>
<p>Er forderte zwar nicht direkt zu Demonstrationen auf, aber dennoch gingen auch manche seiner Anhänger auf die Strasse, gemeinsam mit anderen Oppositionsgruppen, die auf die sich verschlechternde Stimmung bei der Bevölkerung und die undemokratische Machtpolitik und Menschenrechtsverletzungen  des Staatsapparats aufmerksam machen wollten.</p>
<p>Der Student Samir Abdel-Wahhab, zuletzt bei der Demonstration vor dem Präsidentenpalast in Abdin dabei,  bringt die Stimmung der Jugend auf den Punkt:</p>
<p>„ Baradei ist schon wieder im Ausland, warum lässt er uns gerade jetzt im Stich, da die Parlamentswahlen im November anstehen ? Die Opposition gegen die Willkür des Staates ist mehr oder weniger auf sich allein gestellt, intern  zerstritten und uns fehlt ein Kopf, der von allen Seiten respektiert wird.“</p>
<p>Tatsächlich scheint die Regierung derzeit ein leichtes Spiel mit den potentiellen Gegnern zu haben, denn nach dem ursprünglichen Aufruf zum Boykott der Wahlen durch El-Baradei, dem anfangs sogar die Muslimbrüder zugestimmt haben, ist jetzt alles anders: Sämtliche Parteien inklusive der Muslimbrüder wollen zu den Wahlen antreten. Und damit steht Baradei im Abseits. Hat er sich deshalb ins Ausland abgesetzt ? So fragen sich viele. Oder geht er vielmehr Drohungen und Schwierigkeiten aus dem Weg ? Um dann vielleicht doch bei den nächstjährigen Präsidentschaftswahlen antreten zu können, was derzeit noch auf Grund neuer verfassungsrechtlicher Bestimmungen unmöglich erscheint ?</p>
<p style="text-align: center;"> <a rel="attachment wp-att-327" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/10/19/agypten-und-die-angst-vor-den-wahlen/p1060464/"><img class="aligncenter size-large wp-image-327" title="P1060464" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/10/P1060464-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p> Mona Kilani, eine andere junge Aktivistin der Opposition, sieht jedenfalls düstere Zeiten für Ägypten voraus:</p>
<p>„So schlimm war es noch nie in unserem Land, die Meinungsfreiheit wird immer stärker unterdrückt, die freie Presse wird eingeschränkt, wie das Verbot von einigen freien Satelliten-Kanälen und die Entlassung des Regime-Kritikers Ibrahim Eissa von der Zeitung „Dastour“ beweist. Wir  werden sogar auf der Universität von Geheimdienstleuten verfolgt und belästigt. Wohin soll das noch führen ?“</p>
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		<title>Durst und Hitze: Ramadan in Kairo 2010</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 19:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>
		<category><![CDATA[ramadan]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/08/29/durst-und-hitze-ramadan-in-kairo-2010/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/08/Ramadan-2010-1-540x304.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Ramadan 2010 1" /></a>Niemand kann sich vorstellen, was es bedeutet, bei 40 Grad zu fasten, permanent, einen Monat lang. Denn Fasten heißt: auch nichts zu trinken, von halb vier Uhr morgens, bis halb sieben Uhr Abends. Interessant, dass sich trotzdem die Menschen in Ägypten auf den Fastenmonat Ramadan freuen. Warum eigentlich ?  Wieso kann man sich aufs Fasten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand kann sich vorstellen, was es bedeutet, bei 40 Grad zu fasten, permanent, einen Monat lang. Denn Fasten heißt: auch nichts zu trinken, von halb vier Uhr morgens, bis halb sieben Uhr Abends. Interessant, dass sich trotzdem die Menschen in Ägypten auf den Fastenmonat Ramadan freuen. Warum eigentlich ?</p>
<p style="text-align: left;"> <a rel="attachment wp-att-291" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/08/29/durst-und-hitze-ramadan-in-kairo-2010/ramadan-2010-1/"><img class="aligncenter size-large wp-image-291" title="Ramadan 2010 1" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/08/Ramadan-2010-1-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a><span id="more-290"></span>Wieso kann man sich aufs Fasten freuen ? Für Europäer total unverständlich. Fasten mitten im Sommer ? In der heißesten Zeit des Jahres ! Und das nicht irgendwo, sondern in Nord-Afrika ! Ein Freund namens Hussein – er brach extra wegen des Ramadans seinen jährlichen Urlaub am Mittelmeer ab, um ins brodelnde Kairo zurückzukehren &#8211; erklärt das Unverständliche:</p>
<p>Schau, sagt er, Ramadan, das ist für viele von  uns die beste Party- Zeit  des Jahres ! Ich sehe da meine ganze Familie und alle meine Freunde ! Ohne Ausnahme. Jeden Abend gibt’s eine Einladung, manchmal zwei oder mehr. In der Regel gibt’s für Hussein und Co. drei unterschiedliche Blöcke an den langen Ramadan-Abenden: Zuerst kommt das <em>iftar </em>, dh. das Essen nach Sonnenuntergang, mit dem man das Fasten bricht. Da hat die Familie Priorität und er hat, wie viele Ägypter,  eine große Familie. Eine Gross-Familie eben. Jeder davon kämpft um die Ehre, das <em>iftar </em>bei sich abhalten zu können. Da biegen sich zwar die Tische, aber es bleibt soviel übrig, dass auch für viele Arme und Ärmere was zum Essen abfällt. Hussein meint, man ist relativ schnell voll, denn nach einem langen Fasten-Tag ist der Magen nicht richtig. Obwohl es ein schönes Gefühl sei, den Hunger zu spüren… Da weiss man dann, wie es sich anfühlen muss, arm zu sein. </p>
<p>Dann kommt die Kultur zum Zug. Der Ramadan ist zugleich ein Kunst- und Kultur-Festival. Ab 9 Uhr geht’s los, wenn die Leute ihre Tees, Süssigkeiten und sonstigen Nachspeisen hinter sich haben. Es gibt in Kairo unzählige Plätze, Lokale, Kulturzentren, Galerien, Konzertsäle etc. die um den Ramadan-Kunden wetteifern. Alles ist hell beleuchtet und überall kann man auch shoppen. Kunst, Ramsch und Handarbeit. Ein Beispiel bzw. ein Tip: im ehemaligen Töpfer-Viertel in Alt-Kairo findet allabendlich ein Strassen-Festival statt. Früher eine slum-ähnliche Gegend, heute ein Ort der Künstler, der Töpfer und der Tänzer.</p>
<p style="text-align: left;">Tatsächlich treten unter anderem auch Derwisch-Tänzer auf und überall sind die Künstler-Werkstätten, Galerien und Töpfereien offen bis in die frühen Morgenstunden. Vielfach kann man zuschauen, wie manch grosses oder kleines Hand- oder Kunstwerk entsteht. Oder sogar mit Hand anlegen.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-292" href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/08/29/durst-und-hitze-ramadan-in-kairo-2010/ramadan-2010-2/"><img class="aligncenter size-large wp-image-292" title="Ramadan 2010 2" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/08/Ramadan-2010-2-540x304.jpg" alt="" width="540" height="304" /></a></p>
<p>Und für Hussein gibt’s,  wie für viele andere Kairiner,  dann noch einen dritten Programmpunkt: Das <em>suhur </em>, das Essen am Ende der Nacht bzw. am frühen Morgen vor Sonnenaufgang, das einem das Fasten am folgenden Tag erleichtert. Hier spielt der Freunde-Faktor eine grosse Rolle: viele Alte und Junge treffen sich mit ihren Freunden in einem der unzähligen Kaffee-Häuser oder Restaurants, die um zwei bis vier Uhr morgens nochmals eine Stoss-Zeit erleben.</p>
<p>Besonders happy über diese Abende und Nächte sind auch die Liebes-Paare und solche, die es noch werden wollen. Tatsächlich sind erstaunlich viele Frauen und Mädchen in diesen Nächsten unterwegs, die sogar das Strassenbild prägen. Je näher es übrigens dem Ende des Ramadan zugeht, desto mehr spielt das Einkaufen (für das <em>Eid al-Fitr</em>, das Fest des Fastenbrechens) eine Rolle. Auch deshalb das zunehmende Verkehrs-Chaos zu später Stunde. </p>
<p>Natürlich geben die Leute zu, dass die Arbeitsmoral unter den nächtlichen Aktivitäten leidet, das bemängeln vor allem die Arbeitgeber. Aber für Hussein gibt es da eine einfache Formel: die Zeit die er sich sonst für Frühstück oder Mittagessen erspart, die gibt ihm sein Büro-Leiter frei und die nutzt er zu einem Nachmittagsschläfchen.</p>
<p>Die <em>Siesta </em>ist somit mitverantwortlich für die gute Laune der Ägypter im Fastenmonat. Und noch ein abschließendes Argument steht im Mittelpunkt des islamischen Volksglaubens: Laut eines Ausspruchs des Propheten Muhammad gibt keinen Zweifel daran, dass während des Ramadans „die Pforten des Paradieses geöffnet und die Pforten der Hölle geschlossen“ sind.</p>
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		<title>Saudiarabien Ein Besuch bei der Großmutter</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 15:29:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>
		<category><![CDATA[jeddah]]></category>
		<category><![CDATA[saudiarabien]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/05/26/saudiarabien-ein-besuch-bei-der-grosmutter/"><img align="left" hspace="5" width="150" height="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/05/P1050794-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="P1050794" title="P1050794" /></a>Wer weiss eigentlich, was Jeddah bedeutet ? Ja, Jeddah, die grosse Hafenstadt in Saudiarabien. Kaum jemand. Die Bedeutung ist mir auch erst bewusst geworden, als ich vor kurzem durch die Stadt fuhr, an endlosen Baustellen und ebenso trostlosen wie faden, riesigen Büroblocks vorbei. Und dann irgendwann zu einer grossen Mauer kam.         Auf meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer weiss eigentlich, was <em>Jeddah</em> bedeutet ? Ja, Jeddah, die grosse Hafenstadt in Saudiarabien. Kaum jemand. Die Bedeutung ist mir auch erst bewusst geworden, als ich vor kurzem durch die Stadt fuhr, an endlosen Baustellen und ebenso trostlosen wie faden, riesigen Büroblocks vorbei. Und dann irgendwann zu einer grossen Mauer kam.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-218" title="P1050794" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/05/P1050794-540x304.jpg" alt="P1050794" width="540" height="304" />      <span id="more-217"></span></p>
<p> </p>
<p>Auf meine Frage an Essam, meinen Begleiter, was denn dahinter sei, antwortete er irritiert: „Nur ein Friedhof. Aber nicht zu besuchen!“ Kategorisch. Wieso denn nicht ?</p>
<p>Nun, Friedhöfe besuchen wir hier nicht gern, meinte Essam. Damit hätten die Saudi`s generell   Probleme, vor allem  seit den Tagen des puritanischen Reform-Scheichs Abdel Wahhab. Für die Wahhabiten ist es nämlich ein Sakrileg, Tote über Gebühr zu verehren. Dabei beruft man sich auf angebliche Aussagen des Propheten Muhammad, dass der Besuch von Friedhöfen und das dortige Beten an Gräbern „haram“, also verboten, sei.</p>
<p>Das gelte für alle Saudi`s , arm und reich. „Sogar die Gräber der Königsfamilie und der Könige selbst sind praktisch unbekannt, niemand weiss, wo genau sie liegen, unter welchem Sandhügel. Es gibt keine Namenstafeln, nichts, nur ein unbenannter Stein- oder Felsbrocken liegt an der Stelle, wo einmal der Kopf war.“</p>
<p>„Und niemand besucht die Gräber ?“ Nein, niemand,  wozu denn auch ? Wir sind doch nicht wie die Ägypter, oder gar die Christen, die ihre Toten geradezu verehren und anbeten und ihnen riesige Grabtempel bauen!“</p>
<p>Tatsächlich, so mein Einwand, handelt es sich dabei wohl um die uralte Angst der Beduinen  und der Nomaden vor dem Tod. Sie buddeln ihre Toten ein und ziehen dann weiter.</p>
<p>Doch zurück zum Friedhof von Jeddah: dort liegen nicht nur die Vertreter der Bani Saoud, der Herrscherfamilie, sondern, dort soll,  der Legende nach,  auch Eva begraben sein, die Urmutter der Menschheit. Und nach ihr ist der Ort benannt: „Jeddah“, das heißt: die „Ahnherrin“, im heutigen Sprachgebrauch auch: die „Großmutter“.</p>
<p style="text-align: center;"> <img class="aligncenter size-large wp-image-219" title="131" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/05/131-540x304.jpg" alt="131" width="540" height="304" /></p>
<p>Klar, dass die Stadtverwaltung niemand in diesen Friedhof lässt: im Nu wären hier alle Völkerschaften versammelt, um der Urmutter ihre Aufwartung zu machen.</p>
<p>Nach Meinung der Saudi`s  habe man eh schon genug Ärger mit der Moschee von Medina, wo sich das Grab des Propheten Mohammed befindet und wohin die Pilger aus aller Welt mit ebenso großer Begeisterung ziehen wie nach Mekka. Dabei besteht die muslimische Pflicht zur Haddsch-Pilgerfahrt nur in der Reise nach Mekka.</p>
<p>Warum ? In Mekka hätten sich Adam und Eva nach dem Sündenfall und der nachfolgenden Ausweisung aus dem Paradies wiedergetroffen und sich an Ort und Stelle versöhnt.Und als Dank dafür das „Haus Gottes“, die Kaaba von Mekka errichtet. Sagt Essam.Und wir fahren weiter an der Mauer des Friedhofs von Jeddah entlang, bis vor uns das Rote Meer blau aufleuchtet.</p>
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		<title>Jemen – (k)eine  neue Krise</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 08:57:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>
		<category><![CDATA[jemen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.toisinsanoen.fi/?p=186</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2010/01/17/jemen-%e2%80%93-keine-neue-krise/"><img align="left" hspace="5" width="150" height="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/01/y1-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="y1" title="" /></a>Niemand weiß es genau. Ich natürlich auch nicht. Viele glauben es aber zu wissen und sie sagen: Der Jemen ist die neue „Hochburg“ von Al-Kaida. Ja, tatsächlich. Davon sind beispielsweise all die Zehentschaften von Journalisten überzeugt, die aus aller Herren Länder, besser gesagt aus den „Herren-Ländern“ in das wilde Bergland am Tor der Tränen eingefallen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand weiß es genau. Ich natürlich auch nicht. Viele glauben es aber zu wissen und sie sagen: Der Jemen ist die neue „Hochburg“ von <em>Al-Kaida</em>. Ja, tatsächlich.</p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-medium wp-image-187" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/01/y1-250x186.jpg" alt="y1" width="250" height="186" /></p>
<p><span id="more-186"></span></p>
<p>Davon sind beispielsweise all die Zehentschaften von Journalisten überzeugt, die aus aller Herren Länder, besser gesagt aus den „Herren-Ländern“ in das wilde Bergland am Tor der Tränen eingefallen sind. Um dort dem Terror ins Auge zu blicken. Das heißt: in die Augen der bösen Terroristen.</p>
<p>Die bekam man natürlich nicht zu Gesicht, dafür präsentierte das Innenministerium in <em>Sanaa</em> eine schnuckelige Anti-Terror-Übung im <em>Wadi</em> <em>Naama</em>. Nach allerhand Knall-und Ballereien wurde auch die Entführung und anschließende Befreiung von weiblichen Geiseln  durchgespielt.</p>
<p>Die Bilder dieses Manövers gingen um die Welt und sorgten dafür, dass das Thema Terror-Bekämpfung die gebührende Aufmerksamkeit erhielt. Es war schon Klasse, wie sich beispielsweise Korrespondenten aus den USA in Szene setzten und vor dieser vermeintlich martialischen Kulisse davon sprachen, wie „well embedded“  die Terroristen in der jemenitische Bevölkerung seien. Ergo: das ganze Land ist quasi dem Terrorismus verfallen.</p>
<p>Und deshalb müsste man es &#8211; eigentlich -  retten. Besser gesagt: man müsste das Land angesichts der latenten Probleme unterstützen. Ein paar Spezialeinheiten, hier und dort. Das würde schon reichen.</p>
<p>Das sagt sogar die eigene Regierung. Und vor allem der grimmige Präsident. Um dann gleichzeitig zu betonen, dass man hauptsächlich Waffen und – na ja – moderne Logistik für den Terrorkampf braucht. Tja, damit könnte man vielleicht gleich in einem Aufwaschen auch mit der starken Opposition aufräumen und mit all den unbeugsamen Bergstämmen, die einfach nicht auf die Zentralregierung hören wollen.</p>
<p>Irgendwie finstere Aussichten. Bei all den schwelenden Konflikten in diesem wunderbar traditionellen Staat.  Der vor genau 20 Jahren aus dem Nordjemen und Südjemen zusammengeschweißt wurde. Und jetzt bröckelt dieses fragile gebirgige Gebilde.</p>
<p>Manche kritische Geister glauben, es könnte nun ein ähnliches Szenario drohen wie in Afghanistan oder im Irak, wo ebenfalls der Kampf gegen den Terror zum Eingreifen internationaler Kräfte und Mächte geführt hatte.</p>
<p>Im Gegensatz zur Regierung hält jedenfalls die Bevölkerung im Jemen – das ergaben eigene Gespräche und Recherchen &#8211; eine  echte Bedrohung durch allfällige Terroristen von <em>Al-Kaida</em> für Humbug. Und für  Propaganda des Staatsapparats. Die Problemebereiche im Jemen bleiben somit weiterhin mangelnde Bildung, geringe Frauenrechte, sowie Defizite im Wirtschafts- und Sozialbereich.  </p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-large wp-image-188" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2010/01/y2-540x304.jpg" alt="y2" width="540" height="304" /></p>
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		<title>PEZ – das Zauber-Zuckerl aus Linz</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 21:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alfred Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch - German]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.toisinsanoen.fi/2009/12/15/pez-%e2%80%93-das-zauber-zuckerl-aus-linz/"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/12/P1040885-2-250x141.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="P1040885 2" title="" /></a>Haben Sie schon einmal „ge-pez-t“ ? Wahrscheinlich nicht. Das Ding kennt nämlich  heute fast niemand mehr. Ein winziges Zuckerl. Hat aber – da werden Kindheitserinnerungen wach – eine grosse Wirkung. Auch für die Seele. Das Pez-Zuckerl war so was wie eine Währung in Kindertagen. Andere Bonbons gab es kaum. Neben „Stollwerck“ vielleicht.                                                            Das Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie schon einmal „ge-<em>pez</em>-t“ ?</p>
<p>Wahrscheinlich nicht. Das Ding kennt nämlich  heute fast niemand mehr. Ein winziges Zuckerl. Hat aber – da werden Kindheitserinnerungen wach – eine grosse Wirkung. Auch für die Seele.</p>
<p>Das <em>Pez-</em>Zuckerl war so was wie eine Währung in Kindertagen. Andere Bonbons gab es kaum. Neben „Stollwerck“ vielleicht.</p>
<p style="text-align: center">                                                 <img class="alignnone size-medium wp-image-164" src="http://blog.toisinsanoen.fi/wp-content/uploads/2009/12/P1040885-2-250x141.jpg" alt="P1040885 2" width="250" height="141" />          <span id="more-163"></span>Das Jahr 1927 war die Geburtsstunde von <em>Pez</em>, erfunden von Eduard Haas aus dem Mühlviertel in Oberösterreich. Der Name leitet sich übrigens von „<strong>P</strong>feff<strong>e</strong>rmin<strong>z“</strong> ab, ist eine Verkürzung dieses Worts.</p>
<p>Tatsächlich wurde das Zuckerl mit „wertvollem Pfefferminz-Aroma“  versehen und avancierte alsbald zum „Mint der vornehmen Welt“ wie es in der Website der Firma <em>Haas</em> heißt.</p>
<p>Vornehm war das Bonbonchen dann in der Nachkriegszeit, eine Kindheit in Österreich in den 50 –er und 60-er Jahren ohne <em>Pez</em> war undenkbar.</p>
<p>Überall gab es die <em>Pez</em>-Automaten und um 50 Groschen, später um einen Schilling,  war man dabei und hielt das wertvolle Ding in den Händen.</p>
<p>Dann kamen die Figuren dazu, und bald wurde die Pez-Box zum  beliebten Spielzeug.</p>
<p>Die Kunststoff-Figuren gibt es seit 1950, als man den „Dispenser“ erfand, einen Knips-Verteiler-Mechanismus  in der Größe eines Feuerzeugs. Damit wurde der <em>Pez</em>-Konsument bei den Jugendlichen quasi zum Gegenspieler  des Zigarettenrauchers.</p>
<p>Eigentlich genial&#8230;</p>
<p>Im Laufe der Zeit bekamen diese <em>Dispenser</em> – ein komisches Wort -  viele unterschiedliche Köpfe mit allen wichtigen Komik-Figuren. 1965  konnte die Firma sogar die Lizenzen von <em>Walt Disney`s</em>  <em>Mickey Mouse</em> und <em>Donald Duck</em> erwerben.</p>
<p>Seit 1999 gibt’s die <em>Pez- interactive Candies, </em>wobei der grösste Markt auch hier in Amerika ist.</p>
<p>Und offensichtlich auch noch in anderen Weltgegenden, zum Beispiel in Japan, beliebt, vornehmlich natürlich bei Kindern, obwohl ursprünglich als Bonbon und wichtige Zuckerzufuhr für Erwachsene gedacht.</p>
<p>Tatsächlich soll das Zuckerl ziemlich gesund sein: Glutenfrei, keine tierischen Bestandteile enthaltend und auch sonst keine Rohstoffe tierischen Ursprungs&#8230;</p>
<p>Also auch für Vegetarier voll genießbar, keine versteckten tierischen Fette,  0,0 % Alkohol, ist extra ausgezeichnet, damit nur ja niemand auf dumme Gedanken kommt.</p>
<p>Bis heute führe ich eine Box  im Köfferchen und ein kleines <em>Pez</em>-Zuckerl ist immer noch ein Hochgenuss. Und nicht unwichtig als Stress-Abbau für zwischendurch. Nur leider: in Afrika kaum erhältlich.</p>
<p>Deshalb eine Bitte an alle Freunde: Bitte bringt`s mir so viele <em>Pez-</em>erl, wie ihr auftreiben könnt ! Hab nämlich fast nix mehr.</p>
<p>Info:  www.pez.at</p>
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